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Die Bräuche und die Tradition

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ZURÜCK ZU DEN WURZELN
Die Anfänge menschlichen Lebens auf der Halbinsel von Lopar reichen 12000 Jahre in die Vergangenheit zurück; deshalb - und aus vielen anderen Gründen – ist Lopar ein ganz besonderer Ort auf der Insel. Seine Bewohner hatten schon immer ein starkes Bedürfnis nach Freude und allerlei Festen und Feiern, die von Beginn an von Tanz und Gesang begleitet wurden.
Das traditionelle Blasinstrument von Lopar heißt „mih“ und ist bis heute in seiner Originalform erhalten geblieben; Lopars traditionelle Tänze sind „tanac“ und „pojka“.         
Lopar ist der Geburtsort des Heiligen Marinus, des Gründers der Republik San Marino. Seinen Namen trägt auch der lokale Kulturverein, der mit seinen Aktivitäten als wichtigster Träger und Förderer von Lopars Sitten und Gebräuchen gilt.
     Obwohl der Kulturverein "San Marino" erst Ende des Jahres 1998 als solcher gegründet wurde, war er praktisch bereits viele Jahre vorher aktiv. Mitte der 80-er Jahre bestand eine Folklore-Tanzgruppe, die sich die Wiederbelebung der örtlichen Traditionen zum Ziel gesetzt hatte.
    Ende des Jahres 1997 begann sie deshalb mit ihrem Programm für Kinder. Diesem schlossen sich Anfang 1998 auch Erwachsene an und gründeten die Folklore-Gruppe mit rund 40 Mitgliedern schließlich auch offiziell. Der Fasching von Lopar - mit seiner über 150 Jahre alten Tradition – und der Klapa-Gesang sind hier auch schon seit langer Zeit stark verwurzelt. Daher wurde beschlossen, Tanz, Fasching, Gesang und das Spielen des Instruments „mih“ unter einem Dach zu versammeln. Der Kulturverein „San Marino“ hat in seiner kurzen Wirkungszeit schon zahlreiche Auftritte verzeichnen können.
Die Folklore-Tanzgruppe hebt sich im Verein besonders hervor. Sie ist in drei Gruppen aufgeteilt: die „Junioren“ - unsere Vorschüler, die „Fortgeschrittenen“ - unsere 7- bis 14-jährigen, und die „Senioren“ - ab 15 Jahre aufwärts. Sie sind bisher nicht nur in Lopar und Kroatien aufgetreten, sondern auch im Ausland: in Deutschland, Österreich und der Slowakei. Auf der Insel Rab treten unsere Tanzgruppen zu vielen Feierlichkeiten auf; während der Sommersaison sind sie ein phantastischer Werbeträger für den lokalen Tourismus.
         Der Fasching von Lopar ist der ganze Stolz des Ortes und findet jedes Jahr - schon seit über hundert Jahren – statt; eine Tradition, die selbst während des Krieges nicht unterbrochen wurde. Der Fasching ist für die Einheimischen ein wesentlicher Teil ihres Seins: sie werden damit geboren und und tragen ihn ein Leben lang in sich. Obwohl Lopar ein Teil der Insel Rab ist, hat kein anderer Ort auf diesem Eiland eine ähnliche Tradition.
Einen Tag vor dem sogenannten „mesopust“, oder Faschingsdienstag, werden am Strand „Mel“ und auf dem Hügel „Mućel“ die Flaggen gehisst – die „samorčani“ aus dem Norden Lopars hissen ihre Flagge am Strand, also auf „Mel“, während die „sajužani“ aus dem Süden Lopars ihre auf dem Hügel „Mućel“ hissen.
An diesen beiden Plätzen sammeln sich alle Teilnehmer frühmorgens am Faschingsdienstag und machen sich gemeinsam auf den Weg ins Zentrum von Lopar. Dort teilen sie sich in Gruppen auf und beginnen ihren Rundgang von Haus zu Haus, wo sie von den Hausherren ungeduldig erwartet werden. Ihre „Mission“ ist nicht einfach – sie müssen es durch den ganzen Ort schaffen und praktisch in jedem Haus ein Lied anstimmen – zum unumgänglichen Gläschen hausgemachtem Wein oder Schnaps.
Ihre Verkleidung besteht aus einer schwarzen Jacke, einem weißen Hemd, einer Krawatte und scharzen Schuhen; dazu gehört ein besonderer Hut, der aus hartem Karton gefertigt und mit Postkarten, Bildern mit Liebesmotiven und Federn beklebt wurde und von dem über den Rücken des Trägers ein Tuch hängt, das hier «francuski facol» genannt wird und mit sogenannten «kurdelice», dekorativen Fransen, verziert ist. Um die Vekleidung abzurunden, wird über dem Gesicht die „vizera“ getragen, eine Stoffmaske mit einem Bart aus Schafswolle. Ein Glöckchen um die Taille und ein Eisenstab in der Hand sind unumgängliche Requisiten.
 Als erstes werden natürlich die Jüngsten im Kindergarten besucht, denen mit einer großen Auswahl Bonbons eine Freude bereitet wird; danach geht es weiter zum örtlichen Priester.
         In den Häusern, die aufgesucht werden, stehen traditionelle, hausgemachte Gerichte bereit, die typisch für diese Jahreszeit sind: hausgemachter Hahn mit Makkaroni, Pökelfleisch mit Kartoffeln, hausgemachter Prosciutto mit Käse, frittierte Teigwaren, die man als „hrostuli“ und „frite“ kennt, und viele verschiedene Sorten Kuchen. Im ganzen Ort erhallen alte, für Lopar typische Lieder, und das Klingeln der Glöckchen ist zu hören; der gesamte Ort scheint lebendiger und freudiger.

Nach diesem fröhlichen und anstrengenden Tag begeben sich alle Teilnehmer an den Ort zurück, an dem sie ihre „Mission“ begonnen haben – die „samorčani“ sammeln sich unter ihrer Flagge am Strand „Mel“, während die „sajužani“ sich auf „Mućel“ unter ihrer versammeln. Die Flaggen werden heruntergezogen und beide Gruppen ziehen mit ihnen wieder ins Ortszentrum zurück, wo bis tief in die Nacht weitergefeiert wird.
Um die Aufrechterhaltung aller Sitten, Gebräuche und volkstümlicher Traditionen zu gewährleisten, sie an jüngere Generationen weiterzugeben und all unseren Gästen vorzustellen, wurde 2007 zum ersten Mal eine Ausstellung alter Gebräuche und Gewerbe von Lopar organisiert, die nicht nur von Touristen, sondern auch den Einheimischen mit großer Begeisterung empfangen wurde.
Es gab viele Attraktionen zu bewundern: hölzerne Weintraubenpressen, Kessel zum Schnaps brennen, getrockneten Tintenfisch, der auf glühenden Kohlen zubereitet wird, gesalzene Sardinen, das Flicken und Einholen von Fischernetzen, Boccia auf Sand, die Bearbeitung von Holzbooten von Hand, Kämmen von Wolle, die Ausarbeitung traditioneller Masken, Konservierung von Tomaten, Zubereitung von Prosciutto, Kränze aus getrockneten Feigen mit Lorbeer, Flechten von Wollstrümpfen, Produktion von Honig, Herstellung von Tonwaren, und vieles mehr..."
Weltweit können wir einen Trend zur Rückkehr zum Ursprünglichen und Traditionellen, zu den eigenen Wurzeln, beobachten, und so sehen wir es als unsere Mission an, unseren kulturellen Reichtum und unser Erbe vor Vergessenheit zu bewahren.